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Unser grosses Zwischenziel Exmouth war mal wieder nicht viel mehr als eine Anhaeufung von eher unansehnlichen Wellblechdaechern unter denen die noetigen Supermaerkte, Tauchschulen, Hotels und Caravanparks unterschlupf fanden. Nett war, dass der Ort von Scharen von Kakadus heimgesucht wird, die einen ziemlichen Laerm machen koennen, sowie den allgegenwaertigen Emus. Diese schleichen dann in aller Ruhe in Dreiergruepchen den Buergersteig entlang und bleiben neben den reich gedeckten Fruestueckstischen der Camper stehen, starren mit ihrem etwas duemmlichen Blick erst in unsere Gesichter und fixieren sich dann auf das Essen auf unseren Tellern. Selbst Handbewegungen und Gerausche zum Wegscheuchen helfen nicht wirklich, kurzer dummer Blick in meine Richtung, kurzes Glucksen und schon giert es wieder auf mein Sandwich. Als sie dann so nah waren, dass ich sie haette kuessen koennen, stand ich auf und konnte sie wohl durch die etwas ueberlegene Groesse und Armefuchteln dazu bewegen abzuziehen. Ganz schoen aufdringlich, aber wann kann man schon mal mit Emus fruehstuecken. Etwas vorsichtig waren wir aber schon, da die muskuloesen Beine und riesigen Krallen im Ernstfall ziemlich schmerzhaft werden koennen und weiss ich was in so einem Emu vorgeht ?
Am dritten Tag unternahmen wir dann endlich den ersehnten Bootstrip fuer mich tauchend, Stefan schnorchelnd zum Murion Islands Marine Park, was wunderbar war. Leider hatte ich nun zwar meine Kamera wieder, aber leider wurde mir ja in Darwin das Unterwassergehauese geklaut und ich kann euch nur von den riesigen Nursesharks, Barracudas, Rochen und Potato Cods, sowie den farbenbraechtigen Nacktschnecken vorschwaermen, die wir dort gesehen haben. Es war fuer mich auch das erste Mal nicht in badewannenwarmen tropischen Gewaessern, sondern mit 5mm Anzug tauchen zu gehen und trotzdem noch zu frieren.
Danach gings fuer fast eine Woche entlang der Ningaloo Riff Kueste in den Cape Range Nationalpark, wo wir fast jeden Tag in den fischreichen klaren Gewaessern schnorcheln waren und Stefan auch zweimal unser Abendessen, einen Snapper, herauszog. Wie immer gingen die Tage am Strand mit den zur Routine gewordenen Taetigkeiten, wie Fischen, Essen kochen, schwimmen, abwaschen etc. auch schnell herum und wir haben gelernt, dass man mit sehr wenig Wasser auskommen kann, wenn man muss. Denn auch hier musste man seinen Suesswasservorrat selbst mitbringen und alle unsere Behaelter zusammen ergeben gerade mal 48 Liter, von denen jeder schon mindestens 3L am Tag trinken muss.
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