Machu Picchu, Peru
13° 9' S 72° 29' W
Sep 09, 2008 21:08
Distance 69km

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80 km lang, 4600 m hoch

Text written in: German

hallo ihr lieben,

 

wir sind von unserer langen, aber wunderschoenen und unglaublich anstrengenden wanderung zum machu picchu zurueck. unsere reise begang am letzten donnerstag, nachdem wir den mittwoch damit verbracht hatten schuhe und schlfsaecke zu finden, die uns dabei helfen sollten, die tour zu ueberleben. neben mo's grossen fuessen war ein weiteres problem, dass wieder einmal einen generalstreik gab udn somit viele geschaefte geschlossen hatten. nachdem wir schliesslich fuendig geworden waren und unsere briefing mit unserem machistischen guide hatten wurde uns eroeffnet, dass wir anstatt um vier uhr in der nacht schon baned um elf mit der tour beginnen wuerden, denn es wurde von campesinç@s (bauern/ baeuerinnen) geplant, die strassen zu blockieren. als wir gerade alles fertig gepackt hatten erhielten wir dann doch noch die nachricht, dass alles wie geplant stattfinden wuerde. nach wenigen stunden schlaf (aber besser als gar nix) fanden wir uns mit 10 anderen touris aus deutschland, frankreich und UK und der gewohnt schlechten peruanischen musik in einem kleinen busschen wieder, der uns ins drei std entfernte morrepata transportierte, wo unsere wanderung den ausgang nahm. unser gepaeck wurde zum glueck von pferden getragen. am ersten tag sind wir 18 km marschiert, d.h. von 9 uhr morgens bis 17 uhr abends, mit pausen. landschaftlich waren wir zunaechston von anden und einigen baeumen umgeben. campiert haben wir abends in einem schlichten camp mit sicht auf schneebedeckte spitzen, von denen wir einen am naechsten tag besteigen sollten. wie immer gab es zunaechts tea time mit popcorn und coca tee bevor wir abends nochmal fett essen bekommen haben um einerseits genuegnd waerme fuer die kalte nacht produzieren zu koennen und am naechsten tag genuegend energie fuer den aufstieg zu haben. wir hatten einen unheimlich tolle gruppe die fast ausschliesslich aus jungen leuten bestand.  einzige ausnahme war mr.chan der mit seinem son unterwegs war und aus der tatsache, dass er taeglich eine stunde mit seinem hund spazieren geht auch  dazu in der lage sei, einen harten trek zum machu picchu zu bewaeltigen. die erste nacht war anfangs im zelt noch gut auszuhalten, aber spaeter wurde es richtig kalt, so dass wir beide nicht sehr viel geschlafen haben.

am naechsten morgen wurden wir um halb sechs mit coca tee geweckt bevor wir dann ein leckeres fruehstueck bekamen - unsere henker's mahlzeit. an diesem tag sollte wir nicht nur 12 std unterwegs sein, sondern auch 4600 m hoehe bewaeltigen. da ich in chile sher schlechte erfahrungen mit der hoehe gemacht hatte, haben wir uns mit extra pastillen (die aber letztlich nur aspirin und coffein enthielten), coca blaettern und viel schokolade eingedeckt. die erste std des aufstiegs waren die warmen klamotten die wir eingepackt hatten noch sehr hilfreich, abre nachdem wir aus dem bergschatten raus und der hoehensonne ausgesetzt waren, haben wir ziemlich geschwitzt und hatten noch mehr zum tragen. zumindest mo war aber von den coca blaettern befluegelt, so dass der weg nicht so anstrengend war, wie gedacht. wir haben an einer wunderschoenen lagune mitten im nichts halt gemacht bevor wir uns die letzten hoehen meter vorgenommen haben und schlisslich tatsaechlich auf 4600 waren. die maechtigen gipfel um uns herum waren beeindruckend schoen udn allein die tatsache, dass wir es schon so weit geschafft haben, war toll. dann ging es an den abstieg ins tal, welcher mit einem herrlichen wandel der landschaft einherging. mehr oder weniger ploetzlich sahen wir uns in dschungel artiger landschaft, mit ganz viel gruen, einem reissenden fluss und bunten blueten konfrontiert. leider mussten wir immer wieder auf mr. chan warten was uns letztlich so in zeitigen verzug brachte, dass wir in der daemmerung den weg zum camp laufen bzw. rennen mussten. gluecklicherweise sind alle von usn noch vor einbruch der dunkelheit heil angekommen. nur der arme guide musste mr.chan auf dem pferd noch im dunkeln begleiten. wir haben rare gelegenheit zum duschen genutzt und mehr oder weniger im freien unter dem sichelmond die anstregungen der letzten tage abgewaschen. am naechsten tag ging es dann wieder frueh raus, weiter durch die beeindruckende dschungel landschaft, vorbei an kaffee straeuchern, bananen und grenadinen baeumen udn wasserfaellen. einer unserer begleiter liess sich das abenteuer nicht nehmen und ist auf einen der grenadinen baeume zu klettern um fuer uns die fruechte zu besorgen. an diesem tag hatten wir zudem die gelegenheit in heissen quellen zu chillen. das war sehr entspannend, allerdings zog das warme klime auch horden von moskitos an, so dass wir beide ziemlich zerstochen sind. am letzten tag haben wir uns dann nach aguas calientes, demabsolut nur aus touri laeden und hotels bestehendem dorf am fusse des machu picchus begeben. der weg dorthin konnten wir leider nicht soviel beachtung schenken, denn wir sind die meiste zeit auf bahnschienen gelaufen und mussten darauf achten, dass wir uns nicht die fuesse brechen. endlich angekommen konnten wir dann nochmal eine nacht im hostal, dh in richteçigen betten mit der moeglichkeit zur dusche, schlafen. letzteres nuetzt allerdings nicht allzuviel wenn man keine sauberen klamotten mehr hat. leider war die nacht durch mo's verpeiltheit noch kuerzer als sie ohnehin zwischen cocktails und um vier uhr aufstehen sein kann, denn er hat den wekcer zunaechst um zwei klingeln lassen. hier konnten wir mit einem vergleich meiner uhr noch feststellen, das es zwei stunden zu frueh ist. aber als er um drei nochmal klingelte haben wir enthusiastisch zwei unserer wegbegleiterInnen geweckt. dank ihres hinweises, das es erst drei sei, konnten wir nochmal eine stunde laenger schalfen. dann ging es an den moerderischen aufstieg zum MP. eine stunde, zum teil noch im dunkeln, nur treppenstufen (die zum teil einen halben meter hoch waren) und dabei mind 200 hoehenmeter ueberwinden. als wir endlich oben waren, waren wir nass geschwitzt und voellig fertig. zum ausrugen blieb aber keine zeit, denn wir mussten schnell zum eingang des wayna picchu (wer die typischen bilder vom MP kennt, sieht im hintergrund immer einen hohen berg herausragen) um zu den ersten 400 menschen zu gehoeren, die dort ankommen und sich somit das recht sichern, diesen auch noch besteigen zu duerfen. nachdem wir die tickets sicher hatten, habenw ir eine fuehrung von unserem guide bekommen. dieser war sehr skeptisch gegenueber den interpretationen von bingham , dem offiziellen entdecker des MP (natuerlich wussten die ganzen locals schon laengst bescheid), so dass er an den unterschiedlichsten orten immer zu memerken gab, dass er glaube, dass es eine andere bedeutung gaebe. wie auch immer muss festgestellt werden, dass niemand weiss,w eilche funktion der MP hatte, da es keine schriftstuecke gab, was auch damit zu tun hat, dass die spanier nie dort ankamen. nachdem wir uns etwas ausgeruht hatten, haben wir uns an den auftieg das wayna picchu begeben, der sehr steil, aber doch nicht so anstrengedn wie befuerchtet war. die aussicht von dort oben war ganz zauberhaft, denn nur von dort hat man den MP ganz im blck und erkennt seine kondorform (zumindest kann man das, ich habe das nicht gesehen). am beeidruckendsten fuer mich waren aber trotzallem die nebelumhangenen berge, die man vom MP aus sieht. vielleicht habe ich bei meinem peru aufenthlat einfach zu viele inka ruinen gesehen. leider mussten wir dann den ganzen weg wieder runter laufen und dann noch bei wohlverdienter pizza und bier auf die abfahrt unseres zuges nach cusco warten.

hier sitzen wir nun und brechen heute abend unsere lange reise in die atacama wueste in chile an. leider ist mo einwenig krank, so dass wir hoffen, dass er die reise gut uebersteht. leider trennen wir uns am freitag abend schon, da er weiter nach santiago de chile muss und ich wieder hoch in den norden nach lima in peru, da wir beide am montag schond die heimreise antreten.

 

P.S. fuer alle weicheier: man kann den MP auch bequem mit dem zug und bus erreichen, aber das kostet leider viel zu viel geld..

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