Phnom Penh, Cambodia
11° 33' N 104° 54' E
Jul 29, 2008 12:42
Distance 98km

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happy Phnom Penh river

Text written in: German

Nach einigen Ueberlegungen hatten wir uns entschlossen, nur einen Tag in der Hauptstadt zu verbringen, da sich die "Sehenswuerdigkeiten", die uns interessierten, leicht an einem Tag abklappern liessen.

So trafen wir uns am naechsten Tag mit zwei Englaendern, die mit uns auf der Mekong Delta Tour waren, um uns ein tuk-tuk zu teilen. Zuerst besuchten wir das S-21 Museum, eine Schule, die waehrend des Regimes der Khmer Rouge als Gefaengnis gedient hatte. Wir sahen einen einstuendigen Film ueber zwei Opfer, der eindruecklich diese schreckliche Zeit widerspiegelte. Danach machten wir einen Rundgang durch die Raeumlichkeiten; die ehemaligen Klassenzimmer waren in viele kleine Zellen umgewandelt worden und auch  Vernehmungsraeume (=Folterkammern) mit den Fesseln waren zu erkennen. Diejenigen Gefangenen, die exekutiert wurden, hat man auf die Killingfields gebracht, wie man den Ort der Massengraeber heute nennt.  Dies war auch unser zweiter Stopp. Denkt man an die Killingfields, so sieht man als Erstes Hunderte von Totenschaedel vor sich. Etwa 8000 eben dieser Schaedel der Opfer befinden sich in einem kleinen Turm, inmitten der fields. Rundherum stehen Tafeln, die beschreiben, was wo mit den Opfern geschah. Die meisten der Massengraeber sind aufgehoben worden, doch ein oder zwei sind immer noch verschlossen und nur ein Schild mit der Aufschrift "don't step on the grave" und einige Kleiderfetzen lassen erahnen, welch schaurigen Inhalt die Wiese verbirgt. 

Nach diesem sehr eindruecklichen und doch ein wenig grausigen Morgen wollten wir am Nachmittag ein schoeneres Kapitel Cambodias besichtigen, den Royal Palace. Dies fiel jedoch buchstaeblich ins Wasser, da es waehrend unseres Mittagessens ploetzlich heftigst zu regnen begann. Es regnete so fest, dass halb Phnom Penh unter Wasser stand. Dies loeste ein Schauspiel der besonderen Art aus, naemlich den happy Phnom Penh river, wie unser tuk-tuk Fahrer die Strassen nannte. Wollte man die Strasse ueberqueren, musste man knoecheltief durchs Wasser waten und aus den tuk-tuks wurden Boote. Die Menschen schienen sich dies jedoch gewohnt zu sein, ein Muetterchen versuchte seelenruhig, das Wasser mit einem Kaffeebecher aus ihrem Hauseingang zu schaufeln. 

Heute Abend werden wir wohl wieder auf dem nahegelegenen Markt essen, den wir schon gestern besucht haben. Dort gibt es viele openair Kuechen, die leckere Nudeln (viel besser als in einigen Restaurants), Reis und Zuckerrohrsaft anbieten. Die andere Delikatesse, naemlich Huehnereier in allen Entwicklungsstadien werden wir aber eher nicht probieren (wuerg).

Morgen haben wir wieder eine laengere Busfahrt vor uns (6h - man gewoehnt sich daran!) und wenn alles gut geht, sind wir am Mittag in Siem Reap. Angkor Wat, wir kommen!

 

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Photos / videos of "happy Phnom Penh river":

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