Hà Nội, Viet Nam
21° 1' N 105° 50' E
Jul 11, 2008 13:26
Distance 0km

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something totally different

Text written in: German

Dass Hanoi eine spezielle Stadt sein soll, haben wir schon des Oefteren gehoert. Aber dass es so crazy ist, haetten wir dann doch nicht gedacht. Diese Stadt vibriert foermlich und sie schafft dies ganz ohne Hochhaeuser und blinkende Night-Light-Shows. Man kann sagen, unsere erste vietnamesische Stadt hat uns voll erwischt! Mal schauen, wie wir dann in Ho Chi Minh, am Ende unserer Vietnamtour, darueber denken. :) Wir haben uns kurzerhand entschlossen, noch eine Nacht im selben Hotel zu bleiben und bekamen dafuer ein noch groesseres Zimmer mit Mini-Balkon (kaum eine Person hat Platz) fuer denselben Preis.

Danach wollten wir unsere Halong Bay Tour buchen (ein Must-See fuer jeden Vietnam Besucher, da kommt man einfach nicht drum herum). Unser Hotel bietet, wie eigentlich alle Hotels, selber diese Touren an, doch da wir durch unseren Reisefuehrer und andere Reiseberichte gewarnt waren, wenn moeglich in einer Travelagency direkt zu buchen, liessen wir uns zuerst die Preise, Aktionen und Discounts (die natuerlich nur wir bekommen, weil wir so nett sind und sie gerade so gute Laune haben, jaja) zeigen. Als wir den Preis schlussendlich nicht mehr weiter druecken konnten, machten wir uns auf, die Agenturen direkt anzufragen. Dies klingt alles viel einfacher als es in Wirklichkeit ist, denn in Vietnam ist gibts von allem (wirklich egal was, so z.B. Agenturen, Hotels, Restaurants, etc etc - von Shoppingartikeln mal ganz abgesehen) ca. 10 Faelschungen. So reihen sich in der Strasse, in der nach Angaben des Reisefuehrers das echte Sinh-Cafe (Reisebuero) stationiert ist, etwa 5 Sinh und andere Cafes aneinander. Ganz im Sinne von "so, lieber Backpacker, jetzt musst du dich entscheiden" betraten wir dasjenige, das am wenigsten vergilbte Plakate und die serioeseste Inneneinrichtung besass. Lange Rede - kurzer Sinn: Wir haben die Tour schlussendlich doch im Hotel gebucht, da der zuerst sehr serioes wirkende Mann ploetzlich auch zu handeln anfing und die ganze Zeit etwas von "alles, bis auf 2 Plaetze ausgebucht und ihr seid die letzten Gluecklichen, die noch buchen koennen" schwafelte. Zudem sah das Boot und eigentlich das ganze Angebot genau gleich aus - wir erlauben uns die Schlussfolgerung, dass wir, egal bei welcher Agentur, dasselbe erhalten, nur die Provision geht an verschiedene Personen (was uns ja egal sein kann).

Auch die Fahrt nach Hue haben wir gebucht, die Strecke legen wir aber mit dem Sleeperbus zurueck, nicht mit dem Zug, wie eigentlich geplant. Leider hatte es keine Softsleeper mehr gehabt (alles voll, wir sind an 2 verschiedene Schalter) und der Softseat (=eine Nacht lang sitzen) musste dann doch nicht sein. Wer weiss, was momentan in Hanoi oder Hue los ist, denn normalerweise genuegt es, einen Tag vorher zu buchen und wir dachten schon, wir seien mit 4 Tagen im Voraus wirklich sehr frueh dran. Naja, Pech gehabt, aber lieber liegen + Aircon als eine schlaflose Nacht.

Nach dieser schweisstreibenden (okay, irgendwie ist hier alles schweisstreibend, da es uuuu huara warm und feucht ist) Bookingsession genossen wir eine Pause am Hoan Kiem Lake und eine Fahrt auf einem Motorcycle (@ Chris: waersch bim ersta Mal au fast abagheit? I ha glaub dia ganzi Fahrt d Luft aghalta, so i.S.v "ade, du schoene Welt"!!). Gegessen haben wir typisch vietnamesisch auf winzigkleinen Plastikstuehlen an einer Strassenecke (1x Nudeln mit Beef, 1x Reis mit Chicken und 2 Bier fuer Fr. 4.50). Die Verkehrsregeln Vietnams beherrschen wir uebrigens auch schon fast perfekt. Es ist eigentlich ganz einfach: Die Strasse laaangsam ueberqueren, dann weicht alles und jeder aus und das Wichtigste ueberhaupt: piglia pachific!! :)

Am Abend hat sich Hanoi temperaturtechnisch etwas abgekuehlt und wir haben uns nochmals ins Getuemmel gewagt. Zu spaeterer Stunde scheint es, als wuerden alle Motorraeder, die sonst herumstehen (auf dem Trottoir natuerlich, Fussgaenger benuetzen bitte die Strasse) unterwegs sein und das geregelte Chaos (keine Ahnung, wie die Vietnamesen das hinkriegen, aber es funktioniert!) ist perfekt. Wir haben wieder super und unverschaemt guenstig gegessen und getrunken (frischer Papayasaft, himmlisch!) und freuen uns jetzt auf unseren Ausflug nach Halong Bay.

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