Machu Picchu, Peru
13° 9' S 72° 29' W
Feb 22, 2008 00:43
Distance 69km

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Machu Picchu fuer billig!

Text written in: German

Hallo aus Aguas Calientes!

 Von hier aus kann man nach Machu Picchu aufsteigen, der verborgenen Stadt der Inkas, die auf einem Hochplateau liegt.

Momentan ist ja Februar und im Februar ist der Inka-Trial, eine drei-Tages-Wanderung, gesperrt. Absolute Nebensaison. Aber das war bisher nicht das Problem. Aus Zeitgruenden und weil es ohnehin uebertrieben teuer ist(man kann das heute nicht mehr alleine organisieren, muss einen Guide mieten und damit faengt das Unheil an), wollte ich ohnehin nur hierher fahren und mir die Staette einfach anschauen.

Tja, das mit dem Zeit sparen war nix, denn am Tag meiner Ankunft hiess es schon, dass es Streik gibt. Toll. Es ging auch tatsaechlich um Machu Picchu, denn der Staat hat vor, die Tempelanlage zu privatisieren. Oder auch mehr, ganz bin ich aus den Erzaehlungen nicht schlau geworden. Jedenfalls begehrt das Volk auf!

Und davon habe ich mich dummerweise abschrecken lassen und erstmal drei Tage in Cusco verplempert.

Gestern Abend um 20:30Uhr bin ich dann gestartet, sechs bis sieben Stunden im vollbepackten Bus ueber eine ziemlich holperige Piste durch die Nacht. Ein weiterer Touri, Lukas aus Polen, ebenfalls Ingenieur, sass mit seinem Schlafbier eins vor mir und wir haben uns angeregt unterhalten. Schlafbier hat aber auch nix genutzt, denn ich war in der letzten Reihe in der Mitte und hatte keinen Platz mich irgendwie zu verkeilen, d.h. ich bin staendig runtergerutscht, das war echt nicht angenehm! ;)

 Nun denn, nachdem wir mitten in der Nacht, so zwischen drei und vier, in Santa Maria angekommen waren, hat es dermassen aus Eimern geschuettet, dass ich schon beim Aussteigen platschnass war - super!

Dann darauf warten, dass sich die Minibusse fuellen, um weitere zwei bis drei Stunden nach Santa Teresa zu fahren. Von dort aus kann man dann zur Hidroelectrica fahren(halbe Stunde bis Stunde), einem Wasserkraftwerk, von dem aus man zu Fuss (zwei bis drei Stunden) an den Bahnschienen entlang nach Aguas Calientes wandert, von wo aus man dann zu Machu Picchu aufsteigen oder sich hochfahren lassen kann!

Ist doch ganz einfach, oder?

Vergessen sollte man die Strasse von Sta Maria nach Sta Teresa nicht. Die (ehemals) "gefaehrlichste Strasse der Welt", die ich in La Paz befahren hatte, sah etwa genauso aus, wie dieses Teilstueck durch den dichten Wald! Nur das man wegen Dunkelheit und Nebel die Abgruende nicht sehen konnte. Leider gab es auf der Strecke einen Erdrutsch und so mussten die vier Minibusse, die hintereinander her fuhren, ihre Fahrgaeste aus den Autos holen, mit Hacke und Spaten eine Furche schlagen und dann mit Schwung ueber den Schotter rueber, damit man dahinter wieder einsteigen konnte. Das hat natuerlich eine Stunde gedauert und als ich den Schlamassel gesehen habe, hatte ich eigentlich nicht mit so einer kurzen Zeit gerechnet. Aber die Jungs haben halt Erfahrung damit!

Jedenfalls war ich um 19:30Uhr aus dem Hostal in Cusco gegangen und bin ziemlich fusslahm und muede heute morgen um 10:30Uhr hier angekommen und dann nach Hostalsuche und leider kalter Dusche in meinen Schlafsack geglitten und habe erstmal geruht!

Anbei die Bilder dazu, also nicht zum Ruhen! ;))

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