Oranje, South Africa
28° 37' S 16° 27' E
Nov 18, 2006 15:00
Distance 506km

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Orange River [update 7.2.]

Text written in: German

Nach einem erfrischenden Bad im Pool starteten wir gegen 9 Uhr unsere lange Fahrt Richtung Namibia. Wir genossen nocheinmal die vielen grünen Bäume von Citrusdal, denn laut Gordon sollten wir in nächster Zeit nicht mehr so viele sehen. Die Landschaft änderte sich dann auch schnell, wir fuhren durch die (Halb-)Wüste.

Gegen 17 Uhr erreichten wir die Grenze zu Namibia. Wir überquerten sie aber nicht, sondern fuhren auf Südafrikanischer Seite ein Stück den Grenzfluss Orange River hinunter, zu einem Campingplatz. Der war sehr idyllisch direkt am Fluß gelegen, kein staubiger Boden sondern Gras und eine nette Bar mit Blick auf den Fluß. An der genehmigten wir uns erstmal ein kaltes Bier und ich genoß ein Bad im Fluß. Das ist hier fast gefahrlos möglich, es gibt weder Krokodile, Flußpferde noch Bilharziose. Einziges Problem ist die starke Strömung, gegen die anzuschwimmen zumindest ich keine Chance habe. Es gibt einen kleine Plattform und wenn man etwas flußaufwärts ins Wasser springt, dann kann kommt man bei dieser wunderbar wieder aus dem Wasser. Wenn nicht muss man durch's Schilf laufen, weniger angenehm.

Anschließend hieß es wieder Zelte aufbauen. Gordon machte solange ein Feuer und bruzelte ein leckeres Stirfry darüber. Nachdem wir gegessen hatten verpackte er die Reste in eine Plastiktüte. Auf dem Aushang über die "Regeln" des Campingplatzes stand unter anderem, dass es die Angestellten nicht als beleidigend empfinden würden, wenn man ihnen übriggebliebenes Essen anbietet. Dabei musste ich an die vielen Bilder von hungernden Menschen in Afrika denken, die sich nach unseren "Resten" die Finger lecken würden. Die Realität ist pragmatischer: Keiner der Mitarbeiter der Campingplätze muss hungern, aber warum selber einkaufen, wenn die Touris etwas übrig lassen? Es wird auch nicht alles genommen. Also es im Laufe der weiteren Reise einmal Spaghetti Bolognese gab (und nicht mehr allzuviel Soße übrig war) hat Gordon das mit dem Kommentar entsorgt, dass hier nicht mehr genug Fleisch dran wäre. Eine richtige Mahlzeit enthält in Afrika eine ordentliche Portion Fleisch...

Ich bewunderte den Sternenhimmel, gerne hätte ich die Nacht nicht im Zelt, sondern draußen verbracht. Aber man bekommt so viel über die Gefahren Afrikas erzählt, dass ich zögerte, Gordon zu fragen, was er davon hielt. Auch er hatte uns die üblichen Tipps gegeben: Schlangen und Skorpione suchen die Wärme, verkriechen sich nachts im Schlafsack oder den Schuhen. Und wenn man aufwacht bringt man sie in größere Bedrängnis. Mal ganz zu schweigen von Löwen, Elefanten, Krokodilen, Flusspferden und Moskitos (!), aber die gab es hier noch nicht.
Um so erstaunter war ich, dass Gordon kein Problem darin sah außerhalb des Zeltes zu schlafen. Sicher war es möglich, dass sich eine Schlange auf unseren Zeltplatz verirrte. Aber wir steigen ja auch fast täglich in ein Auto und ignorieren die Gefahr, der wir uns dadurch aussetzen.

Schade war, dass das nahe Klohäuschen einen Scheinwerfer hatte, um den Eingang zu beleuchten. Ich suchte ein bisschen herum und fand einen Sicherungskasten, traute mich aber nicht, daran herumzufummeln. Aber ich schlief sowieso schnell ein und in den kommenden Tagen (bzw. Nächten) sollte es noch genug Sternenhimmel zu sehen geben!

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Links eine kleine Stadt, mitten im nichts! Nichts... Ja, ich weiß. Posen muss manchmal auch sein ;-) Ein Rastplatz, hier haben wir zu Mittag gegessen. Die warten darauf, dass sie jemand mitnimmt. Jetzt geht's bergab. Der Orange River. Unsere Campsite. Unsere Campsite. Gordon beim kochen. Lekker.
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