Citrusdal, South Africa
32° 35' S 19° 0' E
Nov 17, 2006 16:00
Distance 150km

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Der Kofferraum-Koch [neu 21.12.]

Text written in: German

Ich glaube, wir waren alle froh, als wir Stellenbosch verließen und uns auf die Fahrt nach Citrusdal machten, denn Städte hatten wir erstmal genug gesehen.

Auf der Campsite angekommen gab es erstmal eine "Einweisung" auf unsere Ausrüstung. Das Netz, das das Gepäck auf dem Dach des Land Rovers sichert muss entfernt werden, anschließend steigt jemand auf das Auto und öffnet mit zwei Mann (bzw. Frau) "Bodenpersonal" die Plane. Das Gepäck (Matrazen, Zelte, Stühle, Reisetaschen, Gasflaschen) wird abgeladen und die Plane wieder so verstaut, dass sich Kofferraum und Türen öffnen lassen. Eine Matraze kommt wieder auf das Dach, die von Gordon - unserem Guide. Er übernachtet auf dem Dach, dadurch spart er sich die Zeit, sein Zelt auf- und abzubauen und kann sich stattdessen um die Küche kümmern. Wärend wir die Zelte aufbauen entläd er die Küche.
Heute gibt es aber erstmal eine Einweisung auf die angeblich Elefanten-sicheren Zelte (hat Mark, der Besitzer des Safari-Unternehmens behauptet). Es sind eigentlich stinknormale Iglu-Zelte, nur bestehen die Stangen nicht aus Fieberglas mit einem Gummizug innendrinnen, sondern aus Stahl. Außerdem muss man sie nicht durch Stofflaschen pfriemeln, sondern sie werden zunächst "nackt" in die Ösen an den vier Ecken der Zelte gesteckt. Das Zelt wird dann mit Haken befestigt. Klingt sehr einfach (nach dem 3. Aufbau ist es das auch), allerdings tun die Stangen mächtig weh, wenn man sie beim entwirren auf die Zehen fallen lässt und außerdem passt nicht jedes Gestänge zu jedem Zelt...

Nachdem wir diese Hürde gemeistert hatten, folgte für Gordon die nächste, durch den starken Wind hier machte das Kochen nicht wirklich Spaß. Der Kofferraum des Land Rovers musste als Windschutz für den Gasbrenner dienen. Spannend wurde das durch ein undichtes Absperrventil, an dem sich austretendes Gas entzündete. Das europäische Sicherheitsnormen hier nicht ganz gelten, daran muss ich mich wohl erst gewöhnen. Durch den Wind war es ganz schön kalt, so dass wir zum Abendessen alle in unseren Jacken dasaßen. Im Schein des Lagerfeuers machten wir dann Bekanntschaft mit Afrikas Insektenwelt... Ein "Hairdresser", wie Gordon ihn oder sie bezeichnete besuchte uns. Eine kleine Walzenspinne, heute erstmal ein kleines Exemplar, vielleicht 3 cm lang. In Sesriem besuchte uns ein ausgewachsenes Exemplar von 10 cm Länge...

Etwas später am Abend genossen wir dann noch ein Bad im Pool der heißen Quellen unter dem afrikanischen Sternenhimmel. Und mit afrikanischen Insekten: Beim Baden am nächsten morgen entdeckte ich einen Skorpion am Boden des Pools. Freundlicherweise tot.

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Auf der Fahrt nach Citrusdal... ...irgendwann wird die Ebene plötzlich von drei Seiten durch eine Bergkette begrenzt. Dahinter ist unser Ziel! Fliegende Ameisen bei einem Rastplatz. Das erste Camp. Windschutz für den Gaskocher. Ich vergesse mal, das ich bei der Feuerwehr bin... Lekker. Und kalt (draussen, nicht das essen). Eine Walzenspinne. Hier nennt man sie auch "Hairdresser", weil man glaubt, dass sie schlafenden Menschen Haare abschneiden, um damit ihr Nest zu polstern. Ich schlafe im Zelt!!! Hier gibt es zwei Pools, einen warmen und einen kalten.
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