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Die Überfahrt war - wenn es etwas zu sehen gab - herrlich, zog sich aber ein bisschen (3,5 Stunden). Vor Ko Tarutao stiegen einige Leute um, sie wollten auf dieser Nationalparkinsel zelten - ich hatte mir das auch überlegt und hoffe, ich komme dazu, wenn ich das nächste mal hier bin.
Als wir uns Ko Lipe näherten ließ sich schon erahnen, dass dies dem Paradies sehr nahe kommen könnte. Eine grüne Insel mit fast weißen Ständen vor einem türkisfarbenem Meer... Das die Insel bewohnt ist sieht man erst relativ spät, denn obwohl alle Strände bebaut sind ist kein Haus höher als ein Stockwerk. Die meisten Bauwerke sind sowieso Stroh- oder Holzhütten.
Ko Lipe hat keinen Steg, deshalb wird man von Longtailbooten von der Fähre abgeholt. Das sind die hier üblichen Nußschalen, auf denen ein ausgedienter LKW-Motor sein Gnadenbrot verdient. Es gibt kein Steuerruder, um die Richtung zu wechseln wird der Motor inklusive Schraube herumgewuchtet. Ein Meisterstück südostasiatischer Improvisationskunst. Und nicht ganz ungefährlich. Die Thai glauben, dass ein lauter Motor die bösen Meeresgeister vertreibt. Dementsprechend wenig wert wird auf eine funktionierende Auspuffanlage gelegt.
Der Eindruck, dies sei ein Paradies, verstärkte sich, je näher wir der Insel kamen. Man konnte von der Wasseroberfläche die Korallen sehen und im Gegensatz zu Ko Chang waren diese hier am leben!
Ich mietete eine Hütte im "Daya Resort", direkt am Strand. Nicht wirklich komfortabel, eine Matraze am Boden, ein Ventilator - nicht funktionierend - und ein Bad, das mit Blech ausgekleidet war. Der Ventilator war übrigends in Ordnung, nur hatte noch niemand den Generator angeschmissen - ein öffentliches Stromnetz gibt es hier nicht. (Von Wasserversorgung und Telefonnetz mal ganz zu schweigen.)
Als erstes erforschte ich den Strand hier. Es gab viele Hütten, einige Restaurants und drei oder vier Bars mit lauter Musik (aber längst nicht so schlimm wie auf Ko Chang). Nach einem tollen Sonnenuntergang gab es ein Seafood-BBQ im Daya Resort. Man kann sich einen Fisch (oder Shrimps, Krabben, etc.) heraussuchen, der dann frisch gegrillt wird. Sehr lecker. Allerdings gab es am heutigen abend eine Invasion der fliegenden Ameisen! Ich dachte erst, dass es normal sei, dass sich einige von den Viechern an den liebevoll aus alten Plastikflaschen geschnitzten Lampen sammeln, aber an den nächsten abenden wurden wir verschont.
Auf dem Weg ins Bett besichtigte ich noch ein typisches "Inselkraftwerk"
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