Cobán, Guatemala
15° 29' N 90° 22' W
Dec 04, 2006 18:43
Distance 0km

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Mit Kerzen und Badehose durch die Hoehlen

Text written in: German

Gestern habe ich einer der bisherigen Hoehepunkte meiner Reise erlebt, zumindest was abenteuerliche Erlebnisse angeht. Wir haben die Tour gemacht, die wir eigentlich am Tag vorher machen wollten. Das Wetter war auch etwas besser, wenn es auch nachmittags wiedert bewoelkt war und leicht geregnet hat, aber das hat die Grossartigkeit des Tages nicht geschmaehlert.

Nach einem halbstuendigen Busfahrt in mit unserem Reisefuehrer war unsere kleine Gruppe an einem Fluss angekommen. An der einen Seite des breiten Stroms rauschte ein Wasserfall ueber Felsen in den Fluss. In Badehose und mit Kerzen ausgestatten sind wir dann an der Seite des Wasserfalls hinaufgeklettert, nach oben an die Stelle, wo das Wasser aus einer Hoehle im Berg kommt. Und dort sind wir dann in die Hoehelne rein, bis zum Bauch im Wasser und mit der Kerze in der einen Hand. Ein paar aufgeschreckte Fledermaeuse schwirrten um unsere Koepfe - allerdings dank ihres ueberragenden Navigationssinn ohne uns zu beruehren.

Nachdem wir um die erste Biegung gewattet waren, war der Ausgang dann nicht mehr zu sehen und wir mussten das erste Stueck schwimmen - mit einer Hand paddelnd, in der anderen die Kerze ueber den Kopf haltend. Zum Glueck hatte ich meine Turnschuhe an, die sind zwar natuerlich nass geworden, aber so habe ich mir wenigstens nicht die Fuesse an den Felsen aufgeschrammt und das Klettern was folgte war auch einfacher, weil ich mehr Gripp hatte. Einer der beiden Fuehrer hatte auch eine Taschenlampe, die an bestimmten schwierigen Stellen zum Einsatz kam, aber die meiste Zeit wurden die Hoehlen nur von unseren Herzen erhellt, was eine aufregend unheimliche Stimmung erzeugte.

In einer Hoehle gab es einen kleinen Wasserfall, hinter dem wir hindurch mussten, um auf der anderen Seite nach oben in die naechste Hoehle zu klettern. So sind wir zwei Stunden in Badehose und mit Kerzenschein durch Hoehlen gewatet, geschwommen und geklettert, was mit das spannendste war, was ich je in meinem Leben gemacht habe. Es gibt leider keine Fotos von der Hoehlentour, weil ich bei dem ganzen Wasser meine Kamera nicht mitnehmen konnte.

Der zweite Teil des Trips bestand dann in einer Wandertour durch den Naturschutzpark Semuc Champey. Erst ging es durch Tropenwald (nicht Regenwald, aber trotzdem feucht!) an der einen Flussseite nach oben auf die Klippe. Von dort aus hatten wir dann einen super Ausblick auf die kleinen tuerkisblauen Teiche unten im Tal auf einer Terasse ueber dem breiten Fluss. der sich in Jahrmillionenlanger Arbeit eine Hoehle unter ihnen hindurch gegraben hat.

Danach ging es dann wieder hinab und in den wirklich aussergewoehnlich tuerkisblauen Teichen schwimmen. Hiervon habe ich eine menge Fotos, die ich aber leider im Moment auf Grund des langsamen Satelitten-Internets hier im hostel nicht hochladen kann.

Heute ist nochmal eine Tag ausspannen angesagtm bevor wir dann morgen wieder eine Busfahrt auf uns nehmen und nach Antigua weiterreisen.

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