Cochabamba, Bolivia
15° 21' S 64° 58' W
Mar 15, 2007 22:37
Distance 0km

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Text written in: German (Swiss)

Abschied von Cochabamba

Schweren Herzens nahmen wir Abschied von Cochabamba und von all den lieben Menschen, mit denen wir 5 1/2 Wochen lang zusammen leben durften. Trotzdem freuen wir uns extrem auf die Weiterreise - weniger aufs Packen, mit dem wir uns jetzt wohl oder uebel wieder regelmaessig auseinandersetzen werden muessen. Wir sind richtig reif fuer neue Erlebnisse und Begegnungen.

Es ist erstaunlich, wie schnell die Zeit hier vergangen ist, obwohl wir eigentlich gar nicht so viel gemacht haben.

Wir gingen gerne oefters in die Stadt, vor allem auf den Markt und zu "Dumbo" Glacé essen.

Am Sonntagnachmittag waren wir mit Gabi (verspaetetes Geburtstagsgeschenk) im CineCenter, einem topmodernen Kinokomplex mit 10 Saelen, der im August 2006 eroeffnet wurde. Gefiel uns sehr gut. Wir entschieden uns spontan fuer den Film "En busca de la felicidad" mit Will Smith und seinem kleinen Sohn, der uns alle drei begeistert hat.

Seit Alvaros Café Eroeffnung, waren wir an jedem Abend, an dem geoeffnet war, dort. Besonders turbulent ging es am Samstag zu und her. Fast alle Gaeste kamen gleichzeitig, so dass im Nu alle 50 Stuehle (je 6 Tische drinnen und draussen) besetzt waren. Alle wollten essen und trinken, so dass es zu ging wie im Bienenhaus. Wir packten an, wo wir Not am Mann/an der Frau sahen. Dani spricht schon so gut Spanisch, dass er sich um die Gaeste gekuemmert hat und Bestellungen entgegennahm. Natalie schaelte Kartoffeln (mit dem Messer - was gar nicht so einfach ist, wenn man sich den Schaeler gewohnt ist) und plantschte mit dem schmutzigen Geschirr herum - heisses Wasser zum Abwaschen gibt es in Bolivien nicht. Es spielte wie am Donnerstag die Band Quimbando. Wir lernten die beiden Gitarristen (akkustisch) Mauricio und Marcelo kennen und fuehrten ein anregendes Gespraech mit ihnen. Sie widmeten uns sogar ein Lied.

Dani ging am Dienstag nochmals mit Grover Fussball spielen. Danach waren wir im Cafe (SO, MO war geschlossen), aber es kamen erwartungsgemaess nicht viele Gaeste. Zum Glueck, denn ploetzlich hatte es im Café (und im ganzen Quartier) kein Wasser mehr.

Abgesehen davon ging in ganz Cochabamba allmaehlich das Gas (zum Kochen) aus. Die Leute standen schon im Morgengrauen Schlange und blockierten aus Protest die Strassen. Der Versorgungsengpass hat mit den wegen den Erdrutschen gesperrten Verbindungsstrassen nach Santa Cruz zutun.

Am Mittwoch beschloss Carmen, dass die jungen Katzen jetzt mehr Bewegung braeuchten, und setzte sie kurzerhand vor die Haustuer. Natalie entriss sie den neugierigen Hundeschnauzen und setzte sie auf den Rasen. Erstaunlich, wie schnell sie auf ihren wackligen Beinchen schon rennen konnten. Manchmal stuerzten sie sich auf unsere Fuesse, als ob sie darin ihre Mutter saehen... Suess!

Tierisch gehts auch auf den Strassen zu und her: Herumstreunende Hunde gehoeren zum Alltag - sie muessen nicht unbedingt herrenlos sein. Ab und zu kommt es vor, dass man ganz unerwartet von so einem Mistvieh gebissen wird. Das passierte Carmen diese Woche, und Natalie heute. Natalie hatte Glueck im Unglueck (und der Hund jetzt hoffentlich starke Kieferschmerzen!), denn der Koeter biss genau in die Hosentasche, in der die Fotokamera steckte. Uff!

Morgen frueh werden wir versuchen, einen Bus nach La Paz zu ergattern. Den Fahrplan kennen wir inzwischen, doch hier ist es nicht moeglich, die Tickets im Voraus zu kaufen.

Am Abend trafen wir nochmals saemtliche Familienmitglieder (ausser Sandra, die mit Arnold zu Hause war) im Cafe, wo wir uns herzlich verabschiedeten. Sogar in "unserem Internetcafe" verteilten wir Abschiedskuesschen ;-)

An dieser Stelle wieder einmal herzliche Gruesse an unsere Familien und Freunde, die unsere Eintraege so fleissig verfolgen - wir denken an euch!

Photos / videos of "Abschied von Cochabamba":

Alvaros Café Itaca von aussen (das Namensschild fehlt noch) - und sein VW Käfer Alvaros Café Itaca von innen Carmens Garten Vor Carmens Haus Die 3 jungen Kätzchen (knapp 4 Wochen) - das erste Mal auf Garten-Expedition Natalie wird sich kaum von den dreien trennen können... In diesem Laden gingen wir oft einkaufen Gruppenfoto mit allen Familienmitgliedern (ausser Sandra) zum Abschied