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Nur per Flugzeug oder via Wasserweg erreichbar, entscheiden wir uns aus Zeitgruenden fuer die schnelle Variante, um in die Jungle-Metropole zu gelangen.
Schon am Flughafen werden wir von allerhand Scouts bedraengt und koennen uns nur mit Hilfe eines Polizisten durch diesen ersten Dschungel kaempfen. Doch der zweite folgt sogleich: wir muessen uns durch den Dschungel der Tour-Anbieter durchackern, von denen viele Schlitzohren, wie auch unserioes sind und bis zu gerichtlichen Klagen am Hals haben. Mit Hilfe eines ansaessigen Texaners und der Touristen-Info finden wir Juan-Carlos, ein passender Operator, der uns den Weg in den Nationalpark Pacaya-Samiria ermoeglichen soll...?!
Pacaya Samiria: Dschungeltour mit Hindernissen
Es faengt gut an: die Faehre, die uns zum Nationalpark bringen soll, faehrt aufgrund des Nationalfeiertages nicht (wir, die dummen Gringos, haben's Dir ja gesagt, Juan-Carlos!). Wir muessen umdisponieren und nehmen den Bus nach Nauta, wo wir am naechsten Tag in ein motorisiertes Kanu (genannt Peque-peque) umsteigen. Leider macht der Motor dem Namen Peque-peque alle Ehre und so tuckern wir langsam 2 volle Tage den Fluss hinauf. Als die Nacht ueber uns hineinbricht, uebernachten wir unplanmaessig im Mosquito-verseuchten Dorf Miraflores (so viele Mosquitos haben wir noch nie gesehen: ein ganzer Schwarm der ueber uns hineinbricht, innerhalb von Sekunden sind wir von Kopf bis Fuss verstochen...). In einer Huette duerfen wir im grossen Raum unsere Zelte (genauer Mosquitonetze) aufschlagen und am Boden naechtigen.
Begleitet auf unserer Reise werden wir von Paco, den wir anfaenglich fuer schuechtern hielten, sich jedoch mit der Zeit als grosser Casanova und Egoist zu erkennen gab. Leider war er zudem ein sehr schlechter Koch (schliesslich gibt's fuer so was Hembritas = Frauen) und so wurde uns 6 Tage lang nur Reis mit Spaghetti und Spaghetti mit Reis ohne andere Beilagen vorgesetzt.
In der kleinen Comunidad San Martin lernen wir Miguel, unseren nativen Fuehrer kennen. Mit ihm geht's weiter in den Nationalpark hinein, wo wir Papageien, verschiedene andere Voegel, graue und rosea Flussdelfine und Affen beobachten koennen. Nachts gehen wir mit dem Kanu auf Kaimanen-Jagd und unser pubertierender Dschungel-Held Paco fischt uns zwei kleine Exemplare aus dem Wasser, damit wir die Baby-Kaimane so richtig aus der Naehe bestaunen koennen. Und endlich auch mal eine Abwechslung beim Essen: morgens um 7Uhr gibt's Piranha zum Fruehstueck vorgesetzt. Reis und Spaghetti duerfen aber natuerlich auch hier nicht fehlen!
Bei der Rueckreise wollen wir die Faehre diesmal unbedingt erreichen, deshalb kommen wir schon frueh am Anlegeplatz an. Dieser entpuppt sich jedoch als Sandbank inmitten des Flusses mit rein gar nix rundherum. Die Faehre kommt zudem 10 Stunden zu spaet, waehrenddessen wir den wunderschoenen Sternenhimmel beobachten koennen / duerfen / muessen.
Endlich auf der Faehre finden wir mit Mueh und Not einen Platz um unsere Haengematte aufzuhaengen. Kein Wunder, denn hier wird alles mitgefuehrt: Kuehe, Mototaxis, erlegte Riesenfische (der Paiche: groesster Amazonasfisch und bis zu 3 Meter lang), Moebel und vieles mehr und zwischen all diesem Kram jede Menge Menschen in Begleitung ihrer Kinder und Huehnern. Mit fortschreitendem Tag wird der Haengematttenraum zur stickigen Sauna und wir sind froh als wir endlich wieder festen Boden unter den Fuessen haben. Und jetzt endlich, endlich, endlich: nach 6 Tagen wieder einmal eine Dusche nehmen! Juhui!
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